Diese Seite drucken
Kennen Sie "Diskothek im Zwei"? In dieser Sendung auf Radio DRS 2 besprechen Fachleute mehrere Interpretationen derselben Musikpassagen durch verschiedene Orchester. Der Laie merkt im Laufe der Sendung, dass die vermeintlich gleich klingenden Stücke sehr unterschiedlich gespielt werden.

Die Vielfalt der Verwendung von Ton und Rhythmus erfährt auch die Kultur des gedruckten Wortes: Beim Lesen von Literatur kann es vorkommen, dass man sich in völlig verschiedenen Stimmungen, Welten und Atmosphären wähnt, die nicht nur durch die Geschichte hervorgerufen werden, sondern auch durch den Sprachteppich, der dem Text zugrunde liegt.

Der Ton macht den Text. Dass dem so ist, zeigen die Arbeiten der drei Gäste. Susanna Schwager lässt in ihren Büchern die Figuren so erzählen, als sprächen sie direkt und ungefiltert zum Lesenden. Daniel Fueter ist ein Mann der Musik, dem das Gefühl für Harmonie beim Schreiben genauso wichtig ist. Und Hanspeter Müller-Drossaart lässt seiner mannigfaltigen Sprachkompetenz freien Lauf, je nachdem ob er ein Hörbuch in Bühnendeutsch bespricht oder die Kantigkeit des Dialekts auf der Bühne oder dem Filmset einsetzt. «Die kargen Innerschweizer Dialekte haben viel Poesie», sagte der Schauspieler in der Sendung Focus auf DRS 3.

Röbi Koller unterhält sich mit den drei Autoren über den Klang ihrer Texte, über ihre Arbeiten und Bücher, die sie lieben.


Zürcher Kantonalbank