Ines Geipel
No Limit
Wieviel Doping verträgt die Gesellschaft. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart (April) 2008.
Ines Geipel, selber ein Doping-Opfer, erzählt die Geschichte des Doping und seiner gesellschaftlichen Folgen. Und sie führt uns vor Augen, dass Doping nicht nur den Menschen, sondern zugleich die ganze Gesellschaft verändert. In China laufen die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele auf Hochtouren. Das Land will möglichst viel olympisches Gold und darf sich dabei – nach jahrelangen Skandalen – keinen einzigen positiven Dopingtest leisten. Doch wie soll das gehen? Von keinem Land der Welt werden so viele unbekannte anabole Steroide und Wachstumshormone – meist unkompliziert und billig über das Internet – vertrieben, und nirgends gibt es so viel systematische Dopingforschung in Kleinstlaboren. Darüber hinaus ist China führend im Bereich der Genforschung. Mit EPO und Prozac habe er sich wie in der Haut eines Übermenschen gefühlt, ohne Angst und ohne Fragen, sagte der spanische Radprofi Manzano. Als der Rausch verflogen war, glich er einer Katze, der man die Krallen gezogen habe. Von den »Glücksdrogen« versprechen sich Millionen Konsumenten weltweit neue Antriebskraft. Aber Prozac und EPO waren gestern, die Pharma-Karawane ist längst weitergezogen. SARMs, transgenes Doping, EPO-Mimetika oder HIF-Stabilisatoren heissen die neuen Optimierungsstrategien. Im Probelauf ist ein pharmazeutisch designter Körper, bei dem Doping zur Grundausstattung in einer immer perfekter geölten Leistungsgesellschaft wird.
www.klett-cotta.de
No Limit
Wieviel Doping verträgt die Gesellschaft. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart (April) 2008.
Ines Geipel, selber ein Doping-Opfer, erzählt die Geschichte des Doping und seiner gesellschaftlichen Folgen. Und sie führt uns vor Augen, dass Doping nicht nur den Menschen, sondern zugleich die ganze Gesellschaft verändert. In China laufen die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele auf Hochtouren. Das Land will möglichst viel olympisches Gold und darf sich dabei – nach jahrelangen Skandalen – keinen einzigen positiven Dopingtest leisten. Doch wie soll das gehen? Von keinem Land der Welt werden so viele unbekannte anabole Steroide und Wachstumshormone – meist unkompliziert und billig über das Internet – vertrieben, und nirgends gibt es so viel systematische Dopingforschung in Kleinstlaboren. Darüber hinaus ist China führend im Bereich der Genforschung. Mit EPO und Prozac habe er sich wie in der Haut eines Übermenschen gefühlt, ohne Angst und ohne Fragen, sagte der spanische Radprofi Manzano. Als der Rausch verflogen war, glich er einer Katze, der man die Krallen gezogen habe. Von den »Glücksdrogen« versprechen sich Millionen Konsumenten weltweit neue Antriebskraft. Aber Prozac und EPO waren gestern, die Pharma-Karawane ist längst weitergezogen. SARMs, transgenes Doping, EPO-Mimetika oder HIF-Stabilisatoren heissen die neuen Optimierungsstrategien. Im Probelauf ist ein pharmazeutisch designter Körper, bei dem Doping zur Grundausstattung in einer immer perfekter geölten Leistungsgesellschaft wird.
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