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Ingeborg-Bachmann-Wettlesen

Dass Literatur auch sportlich betrieben werden kann, bestätigt das alljährliche Wettlesen in Klagenfurt. Nach einem Lesemarathon und öffentlicher Diskussion der Jury wird hier der mit 25000 Euro dotierte Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben.

Die Idee zu diesem Wettbewerb, der zu den wichtigsten im deutschsprachigen Raum gehört, hatte der Journalist, Autor und ORF-Intendant aus Kärnten, Humbert Fink. Nach dem Vorbild der Gruppe 47 wurden 1976 die Tage der deutschsprachigen Literatur gegründet.

Mittlerweile wurden Hunderte Autorinnen und Autoren eingeladen, ihre Texte vorzulesen und sie vor Publikum und laufenden Fernsehkameras zerpflücken zu lassen. Der oftmals emotionsgeladene Anlass erzeugt hochgejubelte Sieger und enttäuschte Verlierer. Auch wenn es bereits eine Auszeichnung ist, in Klagenfurt aufzutreten, ist die öffentliche Niederlage für manchen nicht leicht wegzustecken.

Wie schreibt es sich nach der Teilnahme am Wettbewerb? Beflügelt das Scheitern das eigene Schreiben, oder muss das Selbstvertrauen neu aufgebaut werden? Wie erleben die Autoren diesen Medien-Event? Was geschieht mit den nicht prämierten Texten? Wie gross ist der Druck des Preises für die nächsten Bücher?

Röbi Koller blickt am Züri Littéraire mit seinen Gästen, Annette Pehnt, Heinz D. Heisl und Phillipp Tingler, hinter die Kulissen des literarischen Wettstreits mit dem Namen der grossen Literatin Ingeborg Bachmann.


Zürcher Kantonalbank
 
 
 
Heinz D. Heisl: Abriss
Annette Pehnt: Mobbing
Philipp Tingler: Stil zeigen!