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Lesen Sie Bücher in der Sprache, wie Ihnen der Schnabel gewachsen ist? Oder anders gefragt: Könnten Sie sich Ihr Leibblatt in «Züritüütsch» vorstellen?

Voraussetzung für eine Definition von «Dialekt» ist das Vorhandensein einer
überregionalen Hoch- oder Standardsprache. Erst seit dem 16./17. Jahrhundert kann im deutschsprachigen Raum von einer solchen Gattung gesprochen werden. Parallel zur deutschen Sprache, die für alle zwischen Bremen, Wien und Bern verständlich ist, werden seither lokale Dialekte wie beispielsweise die hessische, tirolische oder die baslerische Variante kultiviert. In der Schweiz fällt auf, dass der Berner Sprach-Sound eine dominierende Rolle bei der Literatur und im Mundart-Rock spielt. Dagegen kann man sich die Basler Schnitzelbank oder das legendäre Cabaret Rotstift nicht ohne den dazugehörenden Dialekt vorstellen.

Während das Schweizer Radio und Fernsehen täglich mit der Frage der
Dialekttauglichkeit des Zielpublikums konfrontiert ist, beschäftigt sich auch das Züri Littéraire immer wieder mit der Wechselwirkung zwischen Mundart und Hochsprache. Viele Autoren bauen gezielt mundartliche Stilmittel in ihre Texte ein, so dass es einen bei der Lektüre «aheimelet». Andere verschreiben sich voll und ganz der Sprache, die für uns Schweizerinnen und Schweizer so charakteristisch ist.

Mona Vetsch (Thurgauer Dialekt) unterhält sich zu unserer Mundart mit Ernst Burren als Schriftsteller für das Solothurnische, mit Pedro Lenz als Vertreter des Berndeutschen und mit Christian Schmid als Sprachforscher, u.a. für Radio DRS.


Zürcher Kantonalbank
 
 
 
Ernst Burren: Füürwärch
Pedro Lenz: Plötzlech hets di am Füdle
Christian Schmid: Botzheiterefaane