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Sie bestellen die Drinks gerührt, nicht geschüttelt. Sie sind gebräunt, haben alles im Griff und kommen mit sich und dem Leben klar. So liebt man sie, die Helden in Filmen oder Groschenromanen. Es gibt aber auch andere Figuren: Einsam oder leidend sind sie und hadern mit sich und der Gesellschaft. Von diesen Antihelden gibt es viele, in Studiofilmen oder auch in der Literatur. Und wir mögen sie, diese Verlierer, Ruhmlosen, aus dem Rampenlicht Geschubsten. Glückliche Helden kann die Literatur nicht gebrauchen. Nicht die heile Welt, sondern die Abgründe des Lebens braucht die Kunst am Text.
Blättert man in der Literaturgeschichte zurück, so gehört die Halbwelt, das Leiden, das Suchen samt Scheitern zu den Stoffen, die wir in der Literatur finden. Albert Camus schrieb im Buch Die Pest: «Ich glaube nicht an das Heldentum. Ich weiß, dass es leicht ist, und ich habe gelernt, dass es mörderisch ist.» Doch mörderisch kann es auch für den Antihelden sein.
Arno Camenisch, Matto Kämpf und Jens Nielsen schaffen in ihren Texten Helden, die versuchen, welche zu sein. Ihre Ironie oder gar ihr Humor setzen dort ein, wo das Normale nicht funktioniert. Röbi Koller unterhält sich mit den drei Autoren über die Geschichten hinter ihrem Schreiben, aber nicht nur ...


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Arno Camenisch: Hinter dem Bahnhof
Matto Kämpf: Der Rabenvater
Jens Nielsen: Alles wird wie niemand will