Heinz D. Heisl
Abriss
Roman. Dittrich Verlag
»Er war am Ziel. Er hatte seinen Triumph. Doch was er nicht fand, war sein Hass. Wo war der Hass?«
Was geschieht, wenn dort wo Liebe sein sollte, nur Hass vorhanden ist? Diese Frage stellt sich der Protagonist des Romans, während er auf einer Zugfahrt in eine vorerst vage Ferne und damit in seine Kindheit ist. Ein neuer und dennoch so typisch österreichischer Ton wird in dem Roman ABRISS, der von einer »Kleinhäusler«-Familie in der Zeit der Scharnowreisezüge der frühen sechziger Jahre handelt, angeschlagen. Ein verschlungener Ton, ein lakonischer, melancholischer und musikalischer.
Auf der Zugfahrt des Protagonisten tauchen Gestalten auf und wieder ab, die einzig geliebte Großmutter, die Mutter und deren Haus-Freunde, der Matrosenkappenmann (auch Vater genannt), die Nichtmehrehefrau, die Metzger aus den Gassen der Heimatstadt, flüchtige Begegnungen in New York; sie alle bekommen Duft, Stimme, Sprachmusik und konzertieren diese Reise in die ungeliebte Kindheit zu einem dichten und furios bedrängenden Bild. Mitreisende Leser und Leserinnen müssen jederzeit darauf gefasst sein: Diese Sprachmusik kippt immer wieder unverhofft und wunderbar unverblümt ins Komische, Absurde, Deftige; bitteres Gelächter zieht in Wolken über den Zug, in dem ein Mann sitzt, der auf Rache sinnt: »Zu oft war ein Schreien im Haus gewesen. Zu oft, denkt er.«
Pressestimmen:
Der Ich-Erzähler ist Musiker, war Orchestermusiker am Bochumer Stadttheater und musikalisch durch und durch ist auch der Text. Musikalisch, rhythmisch und gewohnt sprachoriginell. Ein wahrer Heisl halt.
»Die Wörter füllten das Haus. Die Geräusche füllten die Zimmer des Hauses. Eins nach dem anderen. Bis unter das Dach. Ja ... Sogar aus den Schornsteinen stiegen dicke Wortschwaden. Die Wände begannen sich zu wölben. Verbogen sich. Schienen jeden Augenblick bersten zu wollen. Das kleinste der Geräusche wurde zu einem Wort; irgendwann würde dieses Haus an irgendeiner Stelle nachgeben, um sich in einem lang gezogenen Schrei letztendlich aufzulösen.« (S. 224)
...
»Abriss« ist eine berührende, streckenweise komische, mitunter ausführlich abschweifende, aber immer sprachstilistisch angenehm hochtrabende Angelegenheit. Eine starke Abrechnung.
Abriss
Roman. Dittrich Verlag
»Er war am Ziel. Er hatte seinen Triumph. Doch was er nicht fand, war sein Hass. Wo war der Hass?«
Was geschieht, wenn dort wo Liebe sein sollte, nur Hass vorhanden ist? Diese Frage stellt sich der Protagonist des Romans, während er auf einer Zugfahrt in eine vorerst vage Ferne und damit in seine Kindheit ist. Ein neuer und dennoch so typisch österreichischer Ton wird in dem Roman ABRISS, der von einer »Kleinhäusler«-Familie in der Zeit der Scharnowreisezüge der frühen sechziger Jahre handelt, angeschlagen. Ein verschlungener Ton, ein lakonischer, melancholischer und musikalischer.
Auf der Zugfahrt des Protagonisten tauchen Gestalten auf und wieder ab, die einzig geliebte Großmutter, die Mutter und deren Haus-Freunde, der Matrosenkappenmann (auch Vater genannt), die Nichtmehrehefrau, die Metzger aus den Gassen der Heimatstadt, flüchtige Begegnungen in New York; sie alle bekommen Duft, Stimme, Sprachmusik und konzertieren diese Reise in die ungeliebte Kindheit zu einem dichten und furios bedrängenden Bild. Mitreisende Leser und Leserinnen müssen jederzeit darauf gefasst sein: Diese Sprachmusik kippt immer wieder unverhofft und wunderbar unverblümt ins Komische, Absurde, Deftige; bitteres Gelächter zieht in Wolken über den Zug, in dem ein Mann sitzt, der auf Rache sinnt: »Zu oft war ein Schreien im Haus gewesen. Zu oft, denkt er.«
Pressestimmen:
Der Ich-Erzähler ist Musiker, war Orchestermusiker am Bochumer Stadttheater und musikalisch durch und durch ist auch der Text. Musikalisch, rhythmisch und gewohnt sprachoriginell. Ein wahrer Heisl halt.
»Die Wörter füllten das Haus. Die Geräusche füllten die Zimmer des Hauses. Eins nach dem anderen. Bis unter das Dach. Ja ... Sogar aus den Schornsteinen stiegen dicke Wortschwaden. Die Wände begannen sich zu wölben. Verbogen sich. Schienen jeden Augenblick bersten zu wollen. Das kleinste der Geräusche wurde zu einem Wort; irgendwann würde dieses Haus an irgendeiner Stelle nachgeben, um sich in einem lang gezogenen Schrei letztendlich aufzulösen.« (S. 224)
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»Abriss« ist eine berührende, streckenweise komische, mitunter ausführlich abschweifende, aber immer sprachstilistisch angenehm hochtrabende Angelegenheit. Eine starke Abrechnung.




