Sonnenfinsternis auf dem Berg
In seinem neuesten Buch, seiner Autobiografie «Sonnenfinsternis auf dem Berg», verbindet György Konrád zeitgeschichtliche und persönliche Beschreibungen mit der aus seinen Romanen bekannten packenden Schreibweise. Der grosse ungarische Romancier blickt zurück auf ein Leben, das kaum reicher an Glücks- und Leidensgeschichten hätte sein können: Mit elf Jahren entgeht er 1944 nur knapp der Deportation nach Auschwitz. Nachdem Vater und Mutter von der Gestapo verschleppt worden sind, wächst er als Kind in einer Welt im Ausnahmezustand heran. Dem Kriegsende folgt das glückliche Wiedersehen mit den Eltern, aber ihnen ist keine Atempause vergönnt: Ungarn befindet sich im Umbruch. Hautnah hat György Konrád die Wirren der stalinistischen Nachkriegsdiktatur miterlebt und später den ungarischen Volksaufstand von 1956. Als die KP in Ungarn den jüdischen Intellektuellen mit einem Berufs- und Publikationsverbot belegt, entscheidet er sich trotz der Umstände für das Bleiben – und das Schreiben im Untergrund. György Konráds neues Buch ist ein beeindruckendes Panorama der ungarischen Geschichte und der Geschichte Mitteleuropas. In knappen Sätzen skizziert der Autor die Schicksale derer, denen er bei seinen ausgedehnten Budapester Milieustudien begegnet ist, und macht uns mit Menschen bekannt, die ihn auf seinem Weg begleitet und geliebt haben – und ihm nicht zuletzt immer wieder eine Art Heimat waren und sind.
In seinem neuesten Buch, seiner Autobiografie «Sonnenfinsternis auf dem Berg», verbindet György Konrád zeitgeschichtliche und persönliche Beschreibungen mit der aus seinen Romanen bekannten packenden Schreibweise. Der grosse ungarische Romancier blickt zurück auf ein Leben, das kaum reicher an Glücks- und Leidensgeschichten hätte sein können: Mit elf Jahren entgeht er 1944 nur knapp der Deportation nach Auschwitz. Nachdem Vater und Mutter von der Gestapo verschleppt worden sind, wächst er als Kind in einer Welt im Ausnahmezustand heran. Dem Kriegsende folgt das glückliche Wiedersehen mit den Eltern, aber ihnen ist keine Atempause vergönnt: Ungarn befindet sich im Umbruch. Hautnah hat György Konrád die Wirren der stalinistischen Nachkriegsdiktatur miterlebt und später den ungarischen Volksaufstand von 1956. Als die KP in Ungarn den jüdischen Intellektuellen mit einem Berufs- und Publikationsverbot belegt, entscheidet er sich trotz der Umstände für das Bleiben – und das Schreiben im Untergrund. György Konráds neues Buch ist ein beeindruckendes Panorama der ungarischen Geschichte und der Geschichte Mitteleuropas. In knappen Sätzen skizziert der Autor die Schicksale derer, denen er bei seinen ausgedehnten Budapester Milieustudien begegnet ist, und macht uns mit Menschen bekannt, die ihn auf seinem Weg begleitet und geliebt haben – und ihm nicht zuletzt immer wieder eine Art Heimat waren und sind.




