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Füürwärch
Mundartgeschichten, Cosmos Verlag, 2008

„Es geit haut im Läbe nit gäng, wie mes gärn hätti“, sagt Heiri zu seiner Frau, als die Crown Princess, mit der sie auf einer Kreuzfahrt unterwegs sind, plötzlich Schlagseite bekommt. „Es isch ungloublich, was die Zwärge für sensibli Wäse si“, erzählt Erwin, der seit dem Tod seiner Frau mit seinen Gartenzwergen spricht. Der Papagei Coco krächzt in seinem Käfig auf der Terrasse so lange das Lied La Cucaracha, bis ihm ein Nachbar den Hals umdreht. „I cha dä Ma guet verschto“, meint Bethlis Mann, „s Bethli merkt nämlich nie, dass i am Obe sis Glafer nit ma ghöre.“

In Burrens oft beklemmenden, durch ihre poetische Genauigkeit jedoch auch befreienden Alltagsbildern liegt die Sprache wie eine dünne Haut über der Einsamkeit, Liebesnot und Sehnsucht der Menschen.

„Ein Erzähler von hohem Rang: einer, der jedes Wort seines so wunderbar farbigen und kräftigen Dialekts mit Bedacht, Präzision und hintergründigem Humor setzt.“
Manfred Papst, NZZ am Sonntag

AutorInnen
Zürcher Kantonalbank