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John M. Coetzee

1940 in Kapstadt geboren, entstammt einer alten burischen Farmerfamilie, doch schon sein Vater, ein Rechtsanwalt, erzog ihn englisch. 1962 siedelte er nach England, 1965 in die USA um. Später lebte er wieder in seinem Heimatland, wanderte jedoch 1992 nach Australien aus. Seine Romane, die um den Rassenkonflikt in Südafrika während der Apartheid kreisen, "zeichnen sich", so die Königliche Schwedische Akademie in ihrer Begründung des Literaturnobelpreises 2003, "durch verschlagene Komposition, verdichtete Dialoge und analytische Brillanz aus. Aber er ist gleichzeitig ein gewissenhafter Zweifler, schonungslos in seiner Kritik der grausamen Vernunft und der kosmetischen Moral der westlichen Zivilisation."

AutorInnen
Zürcher Kantonalbank